Wo ist Corona auf dem Rückzug?

von Robert Meyer
18.01.2021 | 09:56 Uhr
Wo steigt die Corona-Inzidenz in Deutschland, wo sinkt sie? In unserem tagesaktuellen Tracker sehen Sie, wie sich die Inzidenz in Ihrem Landkreis entwickelt.
Der Wert muss unter 50: Anfang November hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Ziel ausgegeben, die Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) unter diese Marke zu drücken. Erst dann seien die Gesundheitsämter wieder in der Lage, Infektionsketten umfassend nachverfolgen und auch durchbrechen zu können.
Von diesem Ziel ist Deutschland bisher aber noch weit entfernt:

Wie ist die Corona-Lage in den Landkreisen?

Das gilt aber nicht für ganz Deutschland. In einigen Landkreisen fallen die Corona-Neuinfektionen. Folgende Tabelle zeigt jene Kreise, in denen die 7-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche sinkt:
In zahlreichen Landkreisen ist die Corona-Pandemie weiterhin auf dem Vormarsch. Wo die Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche am stärksten steigt, sehen Sie in folgender Übersicht:

Wirken die strengeren Corona-Maßnahmen?

Wie sich der im Dezember in Kraft getretene Shutdown auf die Neuinfektionszahlen auswirken wird, ist noch unklar. Fest steht: Die leichteren Maßnahmen aus dem November haben das Wachstum nur eine Weile lang gebremst.
Dazu kommen teils überlastete Labore und Gesundheitsämter sowie eine neue Teststrategie, die vor allem auf symptomatische Fälle zielt. Heißt: Nicht alle werden noch getestet, weshalb schwächere Corona-Infektionen möglicherweise durchs Raster fallen.

Inzidenzen aller Landkreise im Überblick

Einen Überblick zu sämtlichen Landkreisen gibt es in der nachfolgenden Tabelle - geordnet nach der aktuellen Inzidenz. Oben links können Sie mithilfe des Suchfelds Ihren Landkreis finden.
Die 7-Tage-Inzidenz ist allerdings nicht der einzig entscheidende Wert, um die Lage der Pandemie einschätzen zu können. Sie zeigt die Entwicklung der Neuinfektionen, berücksichtigt aber nicht Faktoren wie die Zahl der Toten, der durchgeführten Tests oder der belegten Intensivbetten:

Woher stammen die Inzidenz-Zahlen?

Zusammen mit Mitarbeitern des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sammelt Risklayer mehrmals täglich Zahlen direkt aus Veröffentlichungen der Gesundheitsämter der Städte und Kreise. Um schnell auf einen regionalen Corona-Ausbruch reagieren zu können, sind diese Daten besser geeignet als jene der Landesgesundheitsämter und des Robert-Koch-Instituts (RKI). Wegen einer langen Meldekette hinken Landes- und Bundesbehörden dem Infektionsgeschehen in der Regel um mehrere Tage hinterher. Welche Daten für regionale Corona-Maßnahmen ausschlaggebend sind, ist von Land zu Land verschieden.

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