Alle Zahlen und Grafiken zum Coronavirus

von Simon Haas, Robert Meyer
27.09.2020 | 06:07 Uhr
Wie breitet sich das Coronavirus in Deutschland aus? Wie weltweit? Alle Zahlen zur Pandemie in interaktiven Karten und Grafiken.
Es begann mit einer mysteriösen Lungenkrankheit im chinesischen Wuhan - innerhalb weniger Wochen entwickelte sich Covid-19 zu einer Pandemie.
Die Tabelle zeigt die neun Länder mit den derzeit meisten bekannten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sowie die aktuellen Zahlen aus Deutschland. Die Daten werden laufend automatisch aktualisiert.
Wie sich die Zahl der Neuinfektionen seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland entwickelt hat, zeigt diese Grafik. Sie beruht auf Durchschnittswerten aus den jeweils vergangenen sieben Tagen:
Folgende Grafik zeigt parallel dazu, wie viel Prozent der Corona-Tests seit Mitte März (KW 12) in Deutschland positiv ausgefallen sind. Die aktuellsten Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) bilden jeweils das Infektionsgeschehen der Vorwoche ab:

Corona-Fälle weltweit

Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich da? Die folgende Grafik zeigt, wie viele Neuinfektionen ausgewählte Länder im Schnitt täglich gemeldet haben. Die Daten wurden ins Verhältnis zur Einwohnerzahl der Länder gesetzt, um sie vergleichbar zu machen.
Wie sich die bestätigten Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage auf die Kontinente verteilen, zeigt die folgende Visualisierung.
Wie sich die Pandemie entwickelt, lässt sich auch an den neuen Todesfällen ablesen. Folgende Grafik zeigt die absolute Zahl der Toten im Zusammenhang mit Covid-19, die täglich im Schnitt dazukommen.

So ist die Lage in den Regionen

Wie viele neue Corona-Fälle in den vergangenen sieben Tagen in den deutschen Städten und Kreisen insgesamt dazukamen, zeigt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz: Bundesweit gilt eine generelle Obergrenze von 50 aktuellen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Wird diese überschritten, drohen Lockdown-Maßnahmen.
Die Deutschlandkarte beruht auf Daten der Gesundheitsämter der Landkreise und Städte. Wegen Verzögerungen in der Meldekette sind diese Zahlen aktueller als jene des RKI.
Wie viele Menschen sich seit Beginn der Pandemie in Deutschland insgesamt infiziert haben, zeigt die folgende Karte. Die Zahlen enthalten demnach auch Fälle von Menschen, die bereits virenfrei sind. Nicht alle werden allerdings festgestellt und gemeldet, weshalb die tatsächliche Fallzahl insgesamt höher ist.
Sollte es zu einer weiteren Infektionswelle kommen, lässt sich die Belastung des Gesundheitssystems auch an der Zahl der belegten Intensivbetten ablesen:
Eine hundertprozentige Auslastung in einer Region bedeutet nicht zwangsläufig, dass dort schwere Covid-19-Fälle nicht mehr beatmet werden können und Patienten weite Wege in Kauf nehmen müssen. Viele Kliniken können kurzfristig neue Intensivbetten zur Verfügung stellen und so ihre Kapazitäten notfalls ausbauen. Wie die Kliniken die Situation in ihrem Haus einschätzen, melden sie täglich mit einem Ampelsystem.

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen?

Wer mehr testet, findet auch mehr Corona-Infektionen. Deshalb müsse man sich keine Sorgen wegen steigender Fallzahlen machen. Ob das stimmt, wird in diesem Artikel erklärt.

In welches Land kann ich noch reisen?

Die Liste aller Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts können Sie in diesem aktuellen Artikel einsehen.

Was bedeutet die Reproduktionsrate (R)?

Die Antwort auf diese und weitere Fragen, erfahren Sie in einfacher Sprache und animierten Grafiken in diesem Überblick über die wichtigsten Corona-Zahlen.

Wann ist unser Gesundheitssystem überlastet?

Inwiefern sich die Corona-Pandemie auf die Auslastung der Krankenhäuser auswirkt, und welche Rolle die Intensivbetten dabei spielen, erklären Experten in diesem Artikel.

Warum gibt es unterschiedliche Fallzahlen zum Coronavirus?

Das ZDF greift bei den Fallzahlen zum Coronavirus auf unterschiedliche Datenquellen zurück. Für die deutschen Städte und Kreise liefert Risklayer die aktuellsten Zahlen. Zusammen mit Mitarbeitern des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sammelt die Firma mehrmals täglich Daten aus Veröffentlichungen der Gesundheitsämter der Landkreise und Städte.

Diese erhalten Meldungen über neue Corona-Infektionen direkt von den Ärzten und Laboren. Anschließend verschicken die Ämter die Daten an die Gesundheitsbehörden der Bundesländer. Erst dann landen sie beim RKI, das sie wiederum an die Weltgesundheitsorganisation WHO übermittelt. Deshalb können die Zahlen in den verschiedenen Quellen variieren.

Die bundesweiten sowie weltweiten Zahlen zu bekannten Corona-Infektionen stammen von der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität (JHU). Diese greift Zahlen aus vielen unterschiedlichen Quellen ab, darunter auch von Risklayer. Oft ist aber nicht bekannt, aus welchen Quellen sich die JHU bedient. Auch methodisch ist nicht bei allen Ländern klar, wie die Universität vorgeht.

Warum berechnet ZDFheute einen Sieben-Tage-Schnitt?

Der Tag, an dem die Neuinfektionen bekannt werden, ist nicht der Tag, an dem sich Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. Meldungen erfolgen in der Regel verzögert: Am Wochenende werden weniger, während der Woche mehr Fälle bekannt. Wegen dieser Unschärfe berichten wir in unseren Grafiken in der Regel über die durchschnittliche Anzahl der Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage - und nicht über Neuinfektionen an einem einzelnen Tag.

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