: RKI: 3.142 Neuinfektionen - Inzidenz bei 16,0

29.07.2021 | 12:05 Uhr
Die Inzidenz ist in gut drei Wochen auf mehr als das Dreifache gestiegen, sie liegt bei 16,0. Gestern betrug der Wert 15,0. Einige Daten wurden vom RKI revidiert - ein Überblick.
Corona-Schnelltest im Harz.Quelle: Matthias Bein/dpa (Archiv)
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3.142 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 11.40 Uhr wiedergeben. Zunächst hatte das RKI 3.520 Neuinfektionen gemeldet.
Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.890 Ansteckungen gelegen, wahrscheinlich fehlten damals jedoch 19 Neuinfektionen aus Brandenburg.
Diese Zahlen bilden nur das Infektionsgeschehen eines einzelnen Tages ab. Durch Nachmeldungen und Verzögerungen in der Meldekette bis zum RKI - zum Beispiel wird am Wochenende weniger getestet - unterliegt die Zahl der neu dazugekommenen Corona-Infektionen großen Schwankungen. 
Aussagekräftiger ist deshalb der 7-Tage-Schnitt mit Daten von Risklayer und Mitarbeitern des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die mehrmals täglich Zahlen direkt aus Veröffentlichungen der Gesundheitsämter der Städte und Kreise beziehen:
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Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.764.311 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 29.7., 11:40 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.607.

R-Wert bei 1,07

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag bei 1,07. Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 107 weitere Menschen anstecken.

Was bedeutet die Reproduktionsrate (R)?

Der Reproduktionswert R gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Das RKI schätzt diesen Wert - die tatsächliche Höhe kann deshalb aufgrund statistischer Unsicherheiten leicht abweichen. Liegt der Wert über 1, ist die Pandemie auf dem Vormarsch. Das RKI veröffentlicht sowohl einen aktuelleren 4-Tage-Wert als auch einen stabileren 7-Tage-Wert. Der im Artikel dargestellte 7-Tage-Wert bildet den Stand des Infektionsgeschehens von vor einer Woche ab. Für die Tage danach kann laut RKI noch keine zuverlässige Aussage gemacht werden.

Der R-Wert kann alleine nicht herangezogen werden, um über neue Corona-Maßnahmen entscheiden zu können. Dazu müssen auch andere Werte wie die Zahl der Neuinfektionen, Todesfälle oder belegten Intensivbetten betrachtet werden.

Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1 flaut das Infektionsgeschehen ab.
Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI bundesweit bei 16,0. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 15 an.

Warum sich Corona-Zahlen unterscheiden können

Das ZDF greift bei den Fallzahlen zum Coronavirus auf unterschiedliche Datenquellen zurück. Für Deutschland liefert Risklayer die aktuellsten Zahlen. Zusammen mit Mitarbeitern des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sammelt die Firma mehrmals täglich Daten aus Veröffentlichungen der Gesundheitsämter der Kreise und Städte. Diese erhalten Meldungen über neue Corona-Infektionen direkt von den Ärzten und Laboren.
Anschließend verschicken die Ämter die Daten an die Gesundheitsbehörden der Bundesländer. Erst dann landen sie beim RKI, das sie wiederum an die Weltgesundheitsorganisation WHO übermittelt. Deshalb können die Zahlen in den verschiedenen Quellen variieren.
Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz mit den Daten der Firma Risklayer sehen Sie hier:
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Quelle: ZDF, AFP, dpa, Reuters

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