: China: Corona-Neuinfektionen auf Höchststand

24.11.2022 | 06:23 Uhr
31.444 Neuinfektionen: So viele Corona-Fälle sind in China noch nie an einem Tag gemeldet worden. Und das seit Ausbruch der Pandemie. Die Folge sind Lockdowns und Stillstand.
China hat einen Rekordanstieg bei den Corona-Fällen gemeldet.Quelle: epa
Trotz strenger Eindämmungsmaßnahmen sind in China die Corona-Fallzahlen auf den höchsten Wert des Jahres gestiegen. Die Pekinger Gesundheitskommission meldete an diesem Donnerstag landesweit 31.444 neue Infektionen. Das sei die höchste Zahl an Neuinfektionen binnen Tagesfrist seit dem Ausbruch der Pandemie, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit. Verglichen mit Chinas riesiger Bevölkerung von 1,4 Milliarden Menschen ist die Zahl aber immer noch gering.

In Peking werden die ersten offiziellen Corona-Todesfälle seit mehr als einem halben Jahr gemeldet. Die Einwohner sind aufgefordert zu Hause zu bleiben.

22.11.2022 | 01:29 min
3.927 der Fälle sind laut Gesundheitskommission symptomatisch. 27.517 seien asymptomatische Infektionen, die in China separat gezählt werden. Das Land meldet außerdem einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus, wodurch sich die Zahl der Corona-Toten in China auf 5.232 erhöht.

Strikte Null-Covid-Politik legt Städte lahm

China ist die letzte große Volkswirtschaft, die eine sehr strenge Null-Covid-Politik verfolgt. Während der Rest der Welt versucht, mit dem Virus zu leben, gibt es in dem Land weiterhin Lockdowns, tägliche Massentests, strenge Kontrolle, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne. Selbst kleine Corona-Ausbrüche können zu Lockdowns bis hin zur Abriegelung ganzer Städte und zu Betriebsschließungen führen, was die Wirtschaft und den Alltag der Menschen massiv belastet.
Zwar hatte die Regierung vor kurzem einige Corona-Regeln angepasst und unter anderem die Dauer der Quarantäne bei Einreise nach China von zehn auf acht Tage verkürzt. Doch kann von einer nachhaltigen Lockerung keine Rede sein. 
In fast allen Großstädten wurden zuletzt neue Maßnahmen verhängt: In der Hauptstadt Peking sind Schulen, Kindergärten und Geschäfte geschlossen. Menschen wurden aufgefordert, sich möglichst nicht in der Öffentlichkeit aufzuhalten.

Lage in Millionenstädten unübersichtlich

In der südchinesischen Metropole Guangzhou befinden sich mehrere Bezirke der Stadt komplett im Lockdown. Shanghai kündigte derweil an, dass Reisende, die in die Stadt kommen, für fünf Tage nicht in Restaurants oder Geschäfte dürfen. Die Mega-Metropole Chongqing lässt Menschen nur noch in dringenden Fällen und mit einem negativen Corona-Test ausreisen. 
Die Lage wirkt zunehmend unübersichtlich. Auch in der Bevölkerung nimmt die Kritik an der Corona-Politik der Führung zu. In der Stadt Zhengzhou war es am Mittwoch zu schweren Zusammenstößen zwischen Arbeitern des Apple-Zulieferers Foxconn und Sicherheitskräften gekommen. Die Arbeiter protestierten gegen die schlechten Bedingungen in dem Werk, das sich seit Wochen in einem Corona-Lockdown befindet. 

So ist die Lage in Deutschland

ZDFheute Infografik
Zum Vergleich: In Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bekannten Infektionen um 38.090 auf über 36,3 Millionen.
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Das sind 4.784 Fälle mehr, als am Donnerstag vor einer Woche, als 33.306 verzeichnet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 186,9 von 117,9 am Vortag. Das RKI meldet 163 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. Die bekannte Gesamtzahl liegt damit bei 157.114.
Quelle: dpa, AFP, Reuters

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