Aktuelle News zur Lage in Israel und Gaza

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    Eskalation in Nahost:Aktuelle News zur Lage in Israel und Gaza

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    Mit dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel ist der Nahost-Konflikt eskaliert. Israel greift infolge der Terrorattacke Ziele im Gazastreifen an. Aktuelle News im Blog.

    Viele Angaben zu Konflikthandlungen, Schäden und Totenzahlen in Gaza lassen sich nicht unabhängig überprüfen. So berichtet das ZDF über die Lage vor Ort - hier finden Sie Fragen und Antworten.

    Grenzübergang Kerem Schalom angegriffen

    Am Samstag ist auch der israelische Grenzübergang Kerem Schalom erneut angegriffen worden. Nach Angaben der israelischen Armee feuerten extremistische Palästinenser vier Geschosse auf den Übergang, über den humanitäre Hilfsgüter in den Gazastreifen gebracht werden.

    Eines wurde demnach von der Raketenabwehr abgefangen, die restlichen seien auf unbewohntem Gebiet eingeschlagen. 


    Rakete aus Gaza trifft Wohnhaus in Aschkelon - drei Verletzte

    Eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete ist nach Medienberichten in der Nacht zum Sonntag in einem Wohnhaus in der israelischen Küstenstadt Aschkelon eingeschlagen. Drei Menschen seien dabei verletzt worden, hieß es in Medienberichten.

    Die Hamas hatte zuletzt wieder verstärkt israelische Ortschaften vom Gazastreifen aus angegriffen. 


    Israelische Offensive auf Rafah geht weiter

    Die israelische Armee hat ihren Vormarsch im Süden des Gazastreifens fortgesetzt. In Israel gab es unterdessen wieder Demonstrationen gegen die Militärstrategie der Regierung.

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    Centcom: Drohnenangriffe der Huthi-Rebellen abgewehrt

    Angaben des US-Zentralkommandos (Centcom) zufolge haben Huthi-Rebellen gestern Abend über dem Golf von Aden eine unbemannte Drohne gestartet. Der Angriff konnte laut Centcom abgewehrt werden.  

    Centcom habe zudem drei Flugkörper abgefangen, die von den Huthi in Richtung Rotes Meer abgeschossen worden seien. Schäden seien bei den beiden Vorfällen nicht gemeldet worden sein.

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    Israelische Medien: Militärchef fordert Nachkriegs-Strategie für Gaza

    Der israelische Generalstabschef hat Medienberichten zufolge das Fehlen von Plänen für den Aufbau einer Zivilverwaltung im Gazastreifen beklagt. Israels Armee müsse mangels einer politischen Strategie für die Zeit nach dem Krieg immer wieder an Orten im Gazastreifen kämpfen, die sie eigentlich zuvor eingenommen und aus denen sie sich zurückgezogen hatte. Das habe Daniel Halevi Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesagt, hieß es in israelischen Medienberichten.


    Bericht: USA bieten Israel Geheimdiensthilfe an

    Die USA haben Israel für den Verzicht auf eine Großoffensive in Rafah im Süden Gazas einem Medienbericht zufolge Hilfe beim Aufspüren von Anführern der Hamas angeboten.

    Wie die Zeitung "Washington Post" unter Berufung auf vier vertraute Personen berichtete, würden die USA dem israelischen Militär mit geheimdienstlicher Unterstützung helfen, den Aufenthaltsort von Hamas-Anführern sowie unterirdische Tunnel der Terrororganisation zu lokalisieren.

    Dies sei ein Teil der Bemühungen der US-Regierung, eine umfassende Invasion in der mit Flüchtlingen überfüllten Stadt Rafah abzuwenden, hieß es.


    Israels Armee: Setzen "begrenzte" Einsätze in Rafah fort

    Die israelische Armee setzt ihre nach eigenen Angaben "präzisen" Vorstöße in der mit Flüchtlingen überfüllten Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens fort. "Unsere Operationen gegen die Hamas in Rafah bleiben begrenzt und konzentrieren sich auf taktische Vorstöße, taktische Anpassungen und militärische Vorteile und haben dicht besiedelte Gebiete gemieden", sagte Armeesprecher Daniel Hagari in einer Erklärung.


    Erneut Proteste in Israel gegen Netanjahus Regierung

    Bei wütenden Protesten in Israel haben Demonstranten erneut ein Ende der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln gefordert. Die Zeitung "Haaretz" sprach am Samstagabend von Zehntausenden Teilnehmern der Protestkundgebungen.

    In Tel Aviv sei es zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Laut der "Times of Israel" gab es mehrere Festnahmen.

    "Solange Netanjahu an der Macht ist, werden die Geiseln nicht zurückkehren (...) Netanjahu führt Israel in den völligen Untergang", zitierten israelische Medien aus einer Erklärung von Geisel-Angehörigen. Minister in Netanjahus Regierung seien aufgerufen worden, nicht mehr mit ihm zu kooperieren. 


    Israel muss auf "Lucky Punch" hoffen

    Israel muss auf "Lucky Punch" hoffen

    Die israelische Armee rückt im Krieg gegen die Hamas weiter auf Rafah vor. Bei welchem militärischen Erfolg Israels der Gaza-Krieg enden könnte, erklärt Nahost-Experte Gerlach.

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    Biden: Bei Geiselfreilassung wäre Feuerpause "morgen" möglich

    Nach den Worten von US-Präsident Joe Biden wäre eine Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der Hamas bereits "morgen" möglich, wenn die radikalislamische Palästinenserorganisation die israelischen Geiseln freiließe. "Es würde morgen einen Waffenstillstand geben, wenn die Hamas die Geiseln freilässt", sagte Biden bei einer Benefizveranstaltung in der Nähe von Seattle.

    Israel habe gesagt, nun komme es auf die Hamas an, betonte Biden. Wenn die Hamas es wolle, "könnten wir es morgen beenden und der Waffenstillstand würde morgen beginnen", sagte er vor etwa 100 Zuhörern.


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    EU-Ratspräsident Michel: Evakuieriungsaufruf für Rafah "inakzeptabel"

    EU-Ratspräsident Charles Michel bezeichnet die von Israel angeordnete Evakuierung der Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen als "inakzeptabel".

    "Die Evakuierungsbefehle für die in Rafah eingeschlossenen Zivilisten in unsichere Zonen sind inakzeptabel", erklärte Michel via X. "Wir rufen die israelische Regierung auf, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren und fordern sie auf, keine Bodenoperation in Rafah durchzuführen", fügt er hinzu. 

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    Israel: Neues Feldlazarett im Gazastreifen eingerichtet

    Nach Angaben des israelischen Militärs ist im Gazastreifen ein neues Feldlazarett eingerichtet worden, das von der Nichtregierungsorganisation International Medical Corp betrieben werde. Dort arbeiteten 150 medizinische Kräfte. Es verfüge über Dutzende von Betten, die für Notfall- und Routinebehandlungen genutzt werden könnten.


    Emirate: Werden uns nicht an Zivilverwaltung Gazas beteiligen

    Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen sich nach Ende des Gaza-Kriegs nicht an einer möglichen Zivilverwaltung des Gebiets beteiligen. Das stellte der emiratische Außenminister, Abdullah bin Sajid, bei X klar. Das Land werde sich in keine Pläne hereinziehen lassen, um "Deckung zu geben für Israels Präsenz im Gazastreifen". 

    Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte kürzlich in einem Interview eine "Art Zivilverwaltung" vorgeschlagen. "Möglicherweise mithilfe der Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und anderen Ländern", sagte er damals.


    Wohl neues Geisel-Video veröffentlicht

    Der bewaffnete Arm der Hamas hat wohl erneut ein Geisel-Video veröffentlicht. Die Elf-Sekunden-Aufnahme der Essedine al-Kassam-Brigaden zeigt einen abgemagerten Mann mit geschwollenem Auge vor einer weiß gekachelten Wand, der offenbar unter Zwang spricht.

    In einem Text unter dem Telegram-Video ist zu lesen: "Die Zeit läuft ab. Eure Regierung lügt." Um welche israelische Geisel es sich handelt, wurde nicht bekannt gegeben. 

    Die Hamas hat in der Vergangenheit ähnliche Geisel-Videos veröffentlicht. Israel verurteilt diese Veröffentlichungen als psychologische Kriegsführung.


    Israels Armee: Weiter Kämpfe im Osten Rafahs

    Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben ihren Einsatz in Rafah fortgesetzt. Die Truppen gingen weiterhin gegen die Hamas an spezifischen Orten im Osten der Stadt vor, teilte das Militär mit.

    In den letzten 24 Stunden hätten die Einsatzkräfte dort "zahlreiche Terroristen im Nahkampf ausgeschaltet und die terroristische Infrastruktur in dem Gebiet zerstört". Israelische Truppen seien auch weiterhin auf der Gaza-Seite des Grenzübergangs Rafah aktiv.

    Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. 


    ZDF-Reporterin: Auch Flüchtlingslager werden evakuiert

    ZDF-Reporterin Alica Jung berichtet aus Tel Aviv über die Evakuierungsaufrufe des israelischen Militärs in Rafah.

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    Kreditwürdigkeit von Israel herabgestuft

    Die Ratingagentur Moody's hat Israels Kreditwürdigkeit mit "A2" bestätigt und den negativen Ausblick beibehalten. Als Grund nennt sie die erhöhten geopolitischen Risiken des Landes.

    Der Konflikt Israels mit dem Gazastreifen sei zu einem Parallelkrieg mit der vom Iran unterstützten Hisbollah eskaliert und habe den Nahen Osten in politische Turbulenzen gestürzt. Die Agentur glaubt, dass Israels öffentliche Finanzen durch den Konflikt dauerhaft geschwächt werden.


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    UNRWA: Starke Fluchtbewegung aus Rafah

    In Rafah hat dem UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA zufolge eine starke Fluchtbewegung eingesetzt. Seit Montag haben 150.000 Bewohner die Stadt verlassen, teilte UNRWA auf X mit. 

    Das israelische Militär gab hingegen an, dass schätzungsweise 300.000 Menschen der Evakuierungsaufforderungen gefolgt sein sollen. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.  

     

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    Hintergrund: Wer liefert Israel Waffen?

    Die USA sind Israels engster Verbündeter und mit Abstand sein größter Waffenlieferant. Es folgen Deutschland und Italien. Anders als die USA liefert Großbritannien keine Waffen direkt an Israel, sondern lizenziert Unternehmen für den Verkauf.

    Kanada und die Niederlande haben ihre Lieferungen von Waffen gestoppt, weil sie befürchten, diese könnten im Gazastreifen auf eine Weise eingesetzt werden, die gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt und zu zivilen Opfern und der Zerstörung von Wohngebieten führt.

    Menschenrechtlern zufolge sind die meisten Menschen, die bei israelischen Angriffen getötet wurden, Zivilistinnen und Zivilisten. Israel erklärt, es greife die Zivilbevölkerung nicht an und wirft den Hamas-Kämpfern vor, diese als menschlichen Schutzschild zu benutzen. Die Hamas bestreitet das.


    Weitere Evakuierungen: Will Israel Einsatz noch ausweiten?

    Die Aufforderung weitere Gebiete in Rafah zu verlassen, könnte darauf hindeuten, dass das israelische Militär seinen Einsatz gegen Stellungen und Kampfeinheiten der islamistischen Hamas in der Stadt auszuweiten möchte.

    Der Einsatz, der seit Wochenbeginn andauert, ist umstritten. In Rafah sollen sich nach UN-Angaben mehr als eine Million Menschen zusammendrängen, die vor den Kampfhandlungen in den anderen Teilen des palästinensischen Gazastreifens geflohen sind.


    Quelle: ZDF, AFP, AP, dpa, epd, KNA, Reuters

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