FAQ

: Warum Weihnachtssterne nicht in Müll gehören

von Alice Schirasi
28.11.2023 | 05:40 Uhr
Im Advent verziert der Weihnachtsstern viele Wohnzimmer und wird danach oft in den Müll geschmissen. Doch mit der richtigen Pflege erblüht die mehrjährige Pflanze wieder neu.

Pflanzenexperte Elmar Mai gibt Tipps, wie man Weihnachtsblüher richtig pflegt.

09.11.2023 | 07:17 min

Was sollte man beim Kauf beachten?

Beim Kauf eines Weihnachtsstern sollte man in den Topf schauen: Weiße und feste Wurzeln deuten darauf hin, dass es der Pflanze gut geht. Braune Wurzeln hingegen sind ein Zeichen dafür, dass sie abgestorben sind und die Pflanze nicht richtig gepflegt wurde. Ein weiterer Tipp: Frisch und optimal versorgt ist ein Weihnachtsstern, wenn er sattgrünes Laub trägt.
Wenn der Weihnachtsstern unter 16 Grad Celsius (vor dem Geschäft) steht, sollte er nicht gekauft werden. Zugluft und Kälte verträgt die Pflanze nicht. Deshalb sollte man auch beim Transport darauf achten, dass er warmgehalten wird. Zeitungspapier bietet für den Weg einen guten Schutz.

Der Schein trügt - Wo ist die Blüte beim Weihnachtsstern?

Die roten Blätter beim Weihnachtsstern sind keine Blüten. Die eigentlichen Blüten sind grün mit gelbem Rand, klein, recht unscheinbar und sitzen im Zentrum der roten Blätter. Ohne Blüten bleiben die "Hochblätter" grün und werden nicht rot. In Mitteleuropa wird in spezialisierten Zuchtbetrieben ab ungefähr Oktober die Nachtruhe künstlich mit schwarzen Folien auf mindestens zwölf Stunden verlängert, sodass die Pflanzen pünktlich zum Advent rote Blätter ansetzen.
Als Wuchsformen werden neben den üblichen buschigen Topfpflanzen auch Hochstämmchen oder Pyramiden angeboten, die sich in der Pflege nicht von den anderen Formen unterscheiden. Die Farbpalette reicht von rein weiß über gelblich, rosa bis dunkelrot. Zunehmend sind auch zweifarbige Sorten im Handel.

ZDF-Reporterin Sabine Platz besucht die Bio-Gärtnerei Umbach und informiert rund um das Thema nachhaltige Weihnachtssterne.

28.11.2023 | 11:38 min

Wie muss man den Weihnachtsstern zur Blütezeit pflegen?

Weihnachtssterne bevorzugen im Winter einen hellen, gern auch sonnigen Standort. "Je heller, desto besser", betont Gartenexperte Elmar Mai.
Die Pflanzen benötigen nur wenig Wasser und vertragen keine Staunässe. Das Substrat sollte permanent nur leicht feucht sein. Wenn man mit dem Finger am Substrat Nässe spürt, ist es deutlich zu nass. Gröbster Pflegefehler ist zu häufiges und zu reichliches Gießen. Während der Blüte sollte nicht gedüngt werden, sondern erst nach der Blüte alle 14 Tage mit Volldünger.

Wo muss der Weihnachtsstern nach der Blüte hin?

Nach der Blüte kann der Weihnachtsstern in einen hellen, aber kühleren Raum umziehen und nach dem Frost raus in den Garten oder auf den Balkon. Damit er dort schön wachsen kann, sollte er in einen größeren Topf mit normaler Blumenerde gepflanzt werden. Wichtig ist zudem der Rückschnitt nach der Blüte im April. Man schneidet ihn um die Hälfte bis zwei Drittel zurück und lässt ihn dann wachsen.
Weihnachtssterne sind sogenannte Kurztagpflanzen, die nur dann blühen, wenn sie nicht mehr als zwölf Stunden Licht bekommen. Bei Pflanzen findet die Steuerung über die Tageslänge statt. Hier kann man nachhelfen, indem man den Weihnachtsstern ab Oktober für sechs bis acht Wochen dunkel stellt - entweder komplett oder man deckt ihn stundenweise mit einem Karton oder Eimer ab.
Die Dunkelphase darf nicht durch Lichtimpulse unterbrochen werden. Lichtimpulse können allein schon durch die Strahlung eines Fernsehers oder einer Straßenlaterne hervorgerufen werden. Das ist die häufigste Ursache, wenn Pflanzen im Zimmer nicht wieder erblühen.

Austretende "Milch" beim Weihnachtsstern

Vorsicht vor austretender "Milch". Die Kulturformen des Weihnachtssternes sind zwar nicht giftig, Allergiker sollten den Hautkontakt mit dem weißen Saft aus verletzter Rinde oder Blättern allerdings meiden. Der Saft gab der ganzen Pflanzenfamilie den Namen Wolfsmilchgewächse.

Welche Krankheiten und Schädlinge gibt es?

Krankheiten sind bei Weihnachtssternen eigentlich kaum relevant. Unter den Schädlingen ist vor allem die Weiße Fliege lästig, die aber gut mit Gelbtafeln bekämpft werden kann, sofern der Befall schwach ist. Bei stärkerem Befall hilft nur Spritzen mit einschlägigen Mitteln aus dem Fachmarkt.
Bei Torfsubstraten treten außerdem auch kleine schwarze Mücken auf, die aus der Erde kommen, in der Regel aber keinen wirklichen Schaden anrichten. Woll- und Schildläuse können mit einer Seifen-Spiritus-Lauge bekämpft werden.
Alice Schirasi ist Redakteurin der ZDF-Sendung "Volle Kanne - Service täglich".

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